Standaufsicht

Der Gesetzgeber spricht in § 27 WaffG von den Anforderungen an das Aufsichtspersonal, in § 10 AWaffV verwendet er den Begriff „verantwortliche Aufsichtsperson“, deren Qualifizierung durch den anerkannten Schießsportverband erfolgen kann.

Kurz genannt – Standaufsicht –

Diese verantwortliche Aufsichtsperson ist nicht zu verwechseln mit „zur Kinder- und Jugendarbeit für das Schießen geeignete Aufsichtsperson“.

 

Unser Verein hat für den Mansfelder Schützenbund e.V. einen beauftragten Ausbilder/Prüfer auch für die Ausbildung zur „verantwortliche Aufsichtsperson“ in ihren Reihen.

 

Wer kann Standaufsicht werden?

  • das 18. Lebensjahr vollendet haben (§ 10 AWaffV)
  • Entsprechende Zuverlässigkeit besitzen (§ 5 WaffG)
  • die erforderliche Sachkunde besitzen (§ 7 WaffG)
  • Persönlich geeignet sein (§ 6 WaffG)
  • Schießfertigkeit besitzen und Kenntnis über Schieß- und Sportordnungen haben
  • über ein entsprechendes Durchsetzungsvermögen verfügen, sowohl gegenüber Vereinskammeraden, als auch gegenüber anderen schießberechtigten Personen
  • sofern es die Obhut über das Schießen durch Kinder und Jugendliche betrifft, die Eignung zur Kinder- und Jugendarbeit besitzen (Jugendbasislizenz/Juleica)

 

Grundlegend:

Die Aufsicht trägt die Verantwortung!

Die verantwortlichen Aufsichtspersonen haben:

  • das Schießen in der Schießstätte ständig zu beaufsichtigen
  • insbesondere dafür zu sorgen, dass die in der Schießstätte Anwesenden durch ihr Verhalten keine vermeidbaren Gefahren verursachen
  • dass die Bestimmungen des § 27 Abs. 3 des Waffengesetzes (Festlegungen zu Altersbeschränkungen) eingehalten werden.
  • Sie haben, wenn dies zur Verhütung oder Beseitigung von Gefahren erforderlich ist, das Schießen oder den Aufenthalt in der Schießstätte zu untersagen.

 

Die Benutzer der Schießstätten haben die Anordnungen

der verantwortlichen Aufsichtspersonen zu befolgen.

Hier gibt es keine Ausnahmen oder Diskussionen, für niemanden !

 

Nachfolgend ein Auszug aus den Pflichten:

Die Aufsicht hat die behördlichen Auflagen und die sicherheits- technischen Vorgaben für den betreffenden Schießstand zu kennen

Durchsetzung aller erforderlichen Maßnahmen, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf des Schießens zu gewährleisten

Gewissenhafte und ordnungsgemäße Nachweisführung in   der Schießkladde und den persönlichen Schießnachweisen

 Durchsetzung der Verhaltensregeln auf dem Schießstand

Einhaltung der waffenrechtlichen Regelungen für den    betreffenden Schießstand (max. E⁰, zugelassene Waffen und Munition)

Einhaltung der zugelassenen Schießübungen

Einhaltung der Altersgrenzen

Verhindern, dass sich Personen, die offensichtlich unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stehen, am Schießen beteiligen

 

Durchsetzung der Verhaltensregeln auf dem Schießstand

Die verantwortlichen Aufsichtspersonen haben, wenn dies zur Verhütung oder Beseitigung von Gefahren notwendig ist, das Schießen oder den Aufenthalt in der Schießstätte zu untersagen.

Wenn eine Aufsicht eine solche Anordnung -vorsätzlich- unterlässt, handelt sie ordnungswidrig.

 

Einhaltung der waffenrechtlichen Regelungen für den betreffenden Schießstand

Aufgaben der Aufsicht

Die Aufsicht hat u. a. folgende Aufgaben:

  • die Einhaltung der Regeln überwachen;
  • die Startberechtigung der Schützen anhand der Startliste und des Wettkampfpasses und des Lichtbildausweises
  • kontrollieren;
  • sicherstellen, dass nur geprüfte und zugelassene Sportgeräte einschließlich Kleidung und Zubehör verwendet werden;
  • die Anschläge überprüfen;
  • die Kommandos geben;
    • Magazin füllen (load magazine)
    • Waffe teilladen (insert magazine)
    • Fertig laden (load and make ready)
    • Feuer frei (Fire)
    • Feuer einstellen (stop shooting)
    • Waffe entladen (unload and show clear)
    • Sicherheit (weapons safe)
    • Trefferaufname (scoring)
    • Schießen Ende (shooting session closed)
  • dafür sorgen, dass Lärm, der die Wettkampfteilnehmer stören kann, nach Möglichkeit vermieden wird.
  • Die Aufsichtspersonen müssen das Ihnen erteilte Nachweisdokument mitführen.

 

Diese Ausführungen bedürfen nicht der Vollständigkeit und stellen nur einen kleinen Einblick in die „Welt der Standaufsicht“ dar.