Kauf/Verkauf

Meine Ausführungen stellen keine rechtliche Beratung dar, sie sollen nur helfen "nicht´s falsch zu machen".

 

Waffe zum Verkauf anbieten oder kaufen – in der heutigen Zeit des Internets kaum noch ein Problem, gibt es doch genügend Portale.

Aber beachte, nicht jedes Auktionsportal lässt dies zu bzw. ist für solches geeignet.

 

Es muss aber auf folgendes geachtet werden(§35(1) WaffG) 

Anzeigen:

Bei erlaubnispflichtigen Schusswaffen und erlaubnispflichtiger Munition:

"Abgabe nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis"

Bei nicht erlaubnispflichtigen Schusswaffen und nicht erlaubnispflichtiger Munition sowie sonstigen Waffen:

"Abgabe nur an Personen mit vollendetem 18. Lebensjahr"

Bei verbotenen Waffen:

"Abgabe nur an Inhaber einer Ausnahmegenehmigung"

 

beim Kauf von Privat

    Achtung: Daten nicht einfach aus der WBK des Verkäufers übernehmen, immer prüfen, ob die Angaben mit der erworbenen Waffe übereinstimmen (Kaliber, Nummer,…)

beim Verkauf an Privat

    Achtung: immer davon überzeugen, dass der Käufer berechtigt ist zum Erwerb genau dieser Waffe

    gültiger (nicht abgelaufener) Voreintrag in der grünen WBK

In beiden Fällen, auch den Inhaber der WBK mit dem Personalausweis/Pass und Person abgleichen !

 

Waffenversand

Wenn Waffen und Munition auf Reisen gehen, sollten Besitzer – wie immer beim Umgang mit Schusswaffen – besondere Sorgfalt walten lassen, um nicht selber ungewollt auf eine „Reise mit ungewissem Ausgang“ geschickt zu werden.

Gesetzeskonformer Waffenversand innerhalb Deutschlands ist nur möglich mit speziellen Transport- und Zustellprozessen, um die Vorgaben des Waffengesetzes zu erfüllen.

Nicht jeder „Transporteur“ erfüllt diese Bedingungen. Es ist darauf zu achten, dass dieser für Waffentransporte berechtigt ist.

 

Z.B. Zustellung „eigenhändig" lässt eine Ersatzzustellung an eine andere Person (dies kann u.U. der Nachbar sein) mit Vollmacht zu (Empfänger hat in diesem Fall keine Berechtigung nach dem WaffG), was nicht gesetzeskonform ist.

Werden Waffen an Empfänger außerhalb Deutschlands überlassen oder nach Deutschland verbracht, ist eine Verbringungserlaubniss nötig. Hier sollte mann sich schon im Vorfeld mit seiner zuständigen Behörde abstimmen, was alles nötig ist.

Das Überlassen einer Waffe muss der zuständigen Waffenrechtsbehörde binnen zwei Wochen gemeldet und die Waffe aus der WBK des Überlassenden ausgetragen werden.

Dabei ist der Verkäufer auch verpflichtet, der Behörde Angaben zu Personalien und Erwerbsberechtigung des Käufers zu machen.

 

In jedem Fall ist es daher ratsam, beim Überlassen, egal ob durch Verkauf oder auf andere Weise, ein schriftliches Übereinkommen zu schließen, aus dem

  • die Personalien der Beteiligten, 
  • die genaue Bezeichnung der Waffe (Hersteller, Typ, Waffennummer) 
  • und die Legitimation des Erwerbers (z. B. WBK - Nr. und ausstellende Behörde) hervorgehen.

 

Waffen dürfen nur in „nicht geladenem Zustand“ verschickt werden, ebenfalls sind sämtliche Magazine zu leeren.

Der Versender ist für eine ordnungsgemäße, neutrale und manipulationssichere Verpackung verantwortlich.

Die Verpackung muss so beschaffen sein, dass ein unbeabsichtigtes Öffnen unterbunden wird.

Die Verpackung muss mit einem Etikett oder Ähnlichem versehen sein, durch das ein Öffnen erkennbar wird.

Die Verpackung darf von außen keinerlei Rückschlüsse auf den Inhalt zulassen.

Sendungen mit Vermerken wie „Achtung Waffe“ usw. dürfen nicht verschickt und auch befördert werden.

Versender-und Empfängeradressen dürfen ebenfalls keine Rückschlüsse auf den Inhalt zulassen.

Der Versender alleine ist für die Prüfung der Waffenbesitzberechtigung des Empfängers verantwortlich.

Der Versand an Privatpersonen erfordert unbedingt die Option „mit ID-Check“. Bei der Lieferung muss sich dann der Empfänger mittels geeigneter Ausweisdokumente legitimieren.

Es darf keine Zustellung an andere alternative Personen, auch nicht wenn diese eine Vollmacht des ursprünglichen Empfängers vorlegen erfolgen.